artwork of the week - image interpretation


Image Interpretation: “Ende der Reise” (2026)

Technique: Painting, drawing, and silkscreen on glass
Dimensions: 50 × 150 cm
Series: Verschattetes Selbst


Das Bild thematisiert die Spannung zwischen Identität und Verdrängung. Die Verschattung wirkt wie eine visuelle Metapher für innere Konflikte, unausgesprochene Gedanken oder Persönlichkeitsanteile, die im Alltag verborgen bleiben. Das „Selbst“ erscheint nicht als fest umrissene Einheit, sondern als fragmentiert und teilweise entzogen – sichtbar und zugleich ungreifbar.

Die Schatten legen sich nicht nur über die äußere Form, sondern scheinen aus dem Inneren heraus zu entstehen. Dadurch entsteht der Eindruck, dass die Verdunkelung weniger von äußeren Umständen als von inneren Prozessen herrührt: Selbstzweifel, Angst, Erinnerung oder gesellschaftliche Erwartung. Das Bild lädt dazu ein, das Unklare nicht als Mangel, sondern als wesentlichen Bestandteil der eigenen Identität zu begreifen.

Im Kontext der Serie steht dieses Werk für den Moment der Selbstbeobachtung: ein Innehalten, bei dem man erkennt, dass das eigene Ich immer auch aus verdeckten, widersprüchlichen oder schmerzhaften Schichten besteht. Die Verschattung wird so zum Schutz wie auch zur Grenze – sie bewahrt, was noch nicht gezeigt werden kann.

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